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Digital Marketing Weekly – KW 07 – 13. Februar 2026

Diese Woche war besonders spannend für Marketing- und Digitalverantwortliche, weil sich drei Hebel gleichzeitig bewegen: neue Werbeinventare in KI-Interfaces, EU-Regulierung mit direktem Impact auf Advertising-Ökosysteme und KI als Top-Priorität in deutschen Marketingabteilungen. Wer 2026 effizient wachsen will, braucht deshalb einen Plan für AI-Ads, Datenstrategie und Compliance – und muss testen, bevor der Markt reif “überfüllt” ist.


1) ChatGPT startet Ad-Pilot: Werbung in KI-Konversationen wird Realität

Was ist passiert?
OpenAI hat ein Werbe-Pilotprogramm in ChatGPT gestartet. Erste Marken schalten Anzeigen, die in der Nutzungserfahrung auftauchen – und testen damit ein neues Umfeld jenseits klassischer Social- oder Search-Placements.

Warum ist das wichtig?
Wenn KI-Assistenten zur täglichen “Antwortmaschine” werden, entstehen neue High-Intent-Kontaktpunkte. Early Mover sichern sich Learnings zu Creatives, Frequenz, Brand-Safety und Performance – bevor Standards, Benchmarks und Preise sich einpendeln.

Konkrete Tipps (B2B)

  • Definiert No-Go-Themen & Brand-Safety-Regeln für Conversational Ads (Ansprache, Claims, Compliance).
  • Plant ein kleines Testbudget + Lernagenda (z. B. 2–3 Hypothesen zu Zielgruppen/Intent/Creatives).
  • Stärkt eure Knowledge Assets (FAQ, Use Cases, Vergleichsseiten), weil KI-Umfelder stark von klaren Antworten profitieren.

Konkrete Tipps (B2C)

  • Testet kaufnahe Use-Cases (Beratung, Produktauswahl, “best for”-Fragen) mit klaren Offer-Mechaniken.
  • Entwickelt konversationsfähige Creatives: kurze Nutzenbotschaften, klare nächste Schritte, keine “Banner-Sprache”.
  • Messt nicht nur Klicks: trackt Brand-Lift / Suche nach Marke / Assisted Conversions.

Quelle (Datum): t3n – „ChatGPT bekommt Werbung…“ (12.02.2026)
https://t3n.de/news/chatgpt-bekommt-werbung-diese-brands-zahlen-60-dollar-pro-1-000-views-und-erklaeren-warum-1729285/


2) EU schaut genauer auf Googles Search-Ad-Auktionen: Fokus auf Fairness für Advertiser

Was ist passiert?
Laut Medienberichten prüft die EU Googles Praktiken rund um Preisbildung und Fairness in Search-Ad-Auktionen (u. a. ob Mechanismen Advertiser benachteiligen könnten).

Warum ist das wichtig?
Sollte sich regulatorisch oder durch Guidelines etwas ändern, kann das Gebotslogik, Transparenzanforderungen, Reporting und mittelfristig auch die Tool-Landschaft beeinflussen. Für Marketing-Teams heißt das: Abhängigkeiten reduzieren, Messbarkeit härten, mehr Testing jenseits “nur Google”.

Konkrete Tipps (B2B)

  • Setzt auf Incrementality-Checks (Holdouts/Geo-Tests), um weniger von Black-Box-Auktionen abhängig zu sein.
  • Baut eure First-Party-Data-Strategie aus (CRM, Consent, Lead-Qualität), um Targeting- und Bidding-Signale zu stärken.
  • Diversifiziert: testet LinkedIn, programmatische B2B-Umfelder, Fachmedien, Retail Media.

Konkrete Tipps (B2C)

  • Optimiert den Mix: Retail Media + Paid Social + Creatives als Gegengewicht zu Search-Kosten.
  • Prüft Search Query Hygiene (Negative Keywords, Match Types, Brand vs. Non-Brand sauber trennen).
  • Stärkt organische Nachfrage: UGC/Creator, SEO/GEO, Community als Kostenbremse gegen steigende CPCs.

Quelle (Datum): Reuters – „Google targeted by EU over its search advertising auction practices…“ (12.02.2026)
https://www.reuters.com/world/google-targeted-by-eu-over-its-search-advertising-auction-practices-2026-02-12/


3) Bitkom: KI ist Top-Trend im Marketing – viele halten Marketing ohne KI künftig für kaum erfolgreich

Was ist passiert?
Bitkom veröffentlicht eine Studie/Einordnung zu Marketingtrends: KI steht ganz oben – viele Unternehmen erwarten, dass ohne KI künftig Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Marketing leiden.

Warum ist das wichtig?
2026 wird KI im Marketing weniger “Nice-to-have” und mehr Betriebssystem: Content, Kreation, Analyse, Automatisierung, Personalisierung. Wer jetzt keine Standards, Skills und Governance aufbaut, zahlt später doppelt (Tool-Wildwuchs, Qualitätsprobleme, Compliance-Risiken).

Konkrete Tipps (B2B)

  • Definiert KI-Governance: erlaubte Tools, Prompt-Standards, Freigabeprozesse, Datenschutz-Check.
  • Nutzt KI für Sales Enablement (Account-Research, Persona-Cluster, E-Mail-Varianten) – mit menschlicher QA.
  • Priorisiert 2–3 Use Cases mit ROI: Lead-Scoring, Content Repurposing, Webinar-/Event-Automation.

Konkrete Tipps (B2C)

  • Setzt KI für Creative-Testing ein (Varianten, Hooks, Produktnutzen) und koppelt es an klare Testpläne.
  • Nutzt KI-gestützte Segmentierung & Empfehlungen (Shop/CRM), aber mit Transparenz und sauberem Consent.
  • Baut eine Content Factory (Short-Form, FAQ, How-tos) – optimiert für Social + Search + AI-Answering.

Quelle (Datum): Bitkom – „Marketingtrends: Unternehmen sehen KI an der Spitze“ (12.02.2026)
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Marketingtrends-Unternehmen-sehen-KI-an-Spitze


4) DMA-Update: Apple Ads & Apple Maps vorerst kein Gatekeeper – Signal für Plattform-Differenzierung

Was ist passiert?
Die EU-Kommission stuft Apple Ads und Apple Maps aktuell nicht als Gatekeeper-Dienste im Sinne des Digital Markets Act ein (u. a. wegen begrenzter Reichweite/Marktbedeutung).

Warum ist das wichtig?
Das zeigt: Regulierung wird service-spezifischer – und nicht jede Plattform-/Service-Komponente fällt automatisch unter die härtesten Auflagen. Für Marketer bedeutet das: Neue/kleinere Ökosysteme können schneller wachsen – und eröffnen Testchancen (Local, Maps, App-Umfelder).

Konkrete Tipps (B2B)

  • Beobachtet Plattform-Ökosysteme (Maps/App/Local) als frühe Performance- und Lead-Kanäle.
  • Härtet eure Compliance-Checks (Consent, Tracking, Datenflüsse), damit ihr flexibel skalieren könnt.
  • Bewertet Partner nach Interoperabilität & Datenportabilität (Vendor-Auswahl 2026!).

Konkrete Tipps (B2C)

  • Testet Local-/Maps-nahe Kampagnen (Store Visits, regionale Angebote, “Near me”-Intent).
  • Stärkt eure Local SEO + strukturierte Daten (Öffnungszeiten, Filialdaten, Angebote).
  • Plant Kreativformate für App-/Ecosystem-Umfelder (kurz, klar, nutzenorientiert).

Quelle (Datum): Europäische Kommission – „Commission finds that Apple Ads and Apple Maps should not be designated under the DMA“ (05.02.2026)
https://digital-markets-act.ec.europa.eu/commission-finds-apple-ads-and-apple-maps-should-not-be-designated-under-digital-markets-act-2026-02-05_en


Welche Entwicklung wird eure Marketingplanung 2026 am stärksten verändern: AI-Ads, EU-Regulierung oder KI als Produktivitäts-Standard im Team? Und wo seht ihr aktuell die größten Quick Wins – in Kreation, Automation oder Measurement?

Wenn ihr Unterstützung beim Transfer in die Praxis braucht: Ich biete AEVO-Inhouse-Schulungen, Onlinekurse sowie Beratung zu Digital- und KI-Marketing (Strategie, Use Cases, Enablement & Governance).


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